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Veröffentlicht am 19.02.2006 in Ankündigungen

Die Juso-AG „Move Ya! – Die Juso-AG im Raum Hockenheim“ unterstützt die Forderung der SPD, den mit der Stromwirtschaft ausgehandelten Ausstieg aus der Kernenergie ohne Abstriche durchzuführen. „Ein Ausstieg aus dem Ausstieg wäre völliger Quatsch“, so die Sprecherin Miriam Roth, „nach der vorbildlich eingeläuteten Energiewende kann sich Deutschland einen solchen Rückschritt nicht leisten. Wir müssen ein Beispiel für andere sein.“

Ein solcher „Wiedereinstieg“ wurde von einigen ambitionierten Ministerpräsidenten der Union im Rahmen der jüngsten Turbulenzen am Energiemarkt (Stichwort Gaskrise) wieder heraufbeschworen. „Hier wird gezielt Desinformation gestreut und mit den wirtschaftlichen Sorgen der Menschen gespielt, um veralteten Ideologien wieder eine Plattform zu geben“, so Jan Kritzer. „Tatsächlich sind erneuerbare Energien die einzige Möglichkeit, umweltfreundlich und nachhaltig Energie zu gewinnen und gleichzeitig unabhängig von Versorgungskrisen zu werden.“

Dabei sind sich die Jusos einig: der Atomausstieg ist kein Grund für die Deutschen, sich Sorgen um ihre Energieversorgung zu machen. Es wird nicht dunkel in Deutschland. Im Gegenteil: der mittelfristige Übergang zu regenerativen Energien ist möglich, das Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft. Erneuerbare Energien beinhalten ja nicht nur die Wind-, Wasser- und Solarenergie - auch wenn an einem Tag die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, der richtige Mix und verschiedene nachwachsende Rohstoffe bieten verlässliche Möglichkeiten der Energiegewinnung. Man muss nur von der Denkweise wegkommen, bei der Energieversorgung ausschließlich auf zentrale Großkraftwerke mit enormen Kapazitäten zu setzen.

„Kleine Energiegewinnungsanlagen im städtischen und häuslichen Bereich, hier liegt die Zukunft - das stärkt die Stadtwerke und regt auch die regionale Wirtschaft an. Erneuerbare Energieformen bieten einen enormen Wachstumsmarkt.“, so die Meinung der Jusos.
Zur Unterstützung dieser Position und der Kampagne „Baden-Württemberg gegen Atomkraft“ werden die Jusos am kommenden Freitag, den 24. Februar ab 16:30 Uhr in der Karlsruher Straße auf Höhe des Kiosks Unterschriften sammeln und über die Möglichkeiten regenerativer Energiegewinnung informieren. Die interessierte Bevölkerung ist herzlich eingeladen, gerne auch kontrovers zu diskutieren.

 
 

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